{"id":385,"date":"2012-01-21T20:56:20","date_gmt":"2012-01-21T18:56:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.urban-studies.eu\/?p=385"},"modified":"2012-01-21T20:56:20","modified_gmt":"2012-01-21T18:56:20","slug":"gsg_info-04-2010-stadtuntersuchungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.urban-studies.eu\/?p=385","title":{"rendered":"gsg_INFO  04 2010 | Stadtuntersuchungen"},"content":{"rendered":"<p>Der gsg_info letter widmet sich diesmal unterschiedlichen Formen der Stadtuntersuchung. Die Publikationen zeigen verschiedene Ann\u00e4herungsweisen und eine methodische Varianz auf, die allerdings keineswegs beanspruchen, das Spektrum der M\u00f6glichkeiten von Stadtuntersuchungen ausf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Das Buch Zone Heimat von Gerhard Vinken (2010) setzt sich mit der Altstadt als einer gedanklichen und baulichen Konstruktion auseinander. Dabei wird die These verfolgt, dass Altstadt nicht als Gegenmodell zum modernen St\u00e4dtebau zu lesen ist, sondern als Produkt des modernen St\u00e4dtebaus verstanden werden muss. Dies erscheint zun\u00e4chst erstaunlich, wird in dem Buch aber sehr anschaulich an den Stadtuntersuchungen von Bern und K\u00f6ln nachvollzogen. Damit erweitert diese Publikation die vielz\u00e4hligen Beitr\u00e4ge aus dem Bereich Denkmalschutz ma\u00dfgeblich, indem sie nicht die bekannten (und wichtigen) Fragen nach Abriss oder Erhalt baulicher Konstruktionen stellt, sondern eine Ebene tiefer reflektiert in welchem Diskurs das Konzept der Altstadt und seine Praxis der Umsetzung eingebunden war und zum Teil bis heute eingebunden ist. Damit bietet die Publikation auch einen Weg f\u00fcr geschichtswissenschaftliche, ethnologische oder soziologische Stadtuntersuchungen an, die sich dem vielschichtigen und gesellschaftlich konstruierten Beziehungsgeflecht zwischen \u201aalt\u2018 und \u201amodern\u2018 zu n\u00e4hern versuchen.<\/p>\n<p>Deutscher Kunstverlag<br \/>\nISBN 978-3-422-06937-4<br \/>\n\u20ac 39,90<\/p>\n<p>www.deutscherkunstverlag.de<\/p>\n<p>______________<\/p>\n<p>\u201eConstructing Knowledge\u201c \u2013 zu diesem Thema (Thema einer Tagung im vergangenen Jahr in Aachen) versammelt die Ausgabe No. 2 der Zeitschrift \u201eCandide. Journal for Architectural Knowledge\u201c verschiedene Beitr\u00e4ge. Die Absicht der beiden Herausgeber Susanne Schindler und Axel Sowa, mit ihrer Publikation einen \u201eDialog \u00fcber das Wissen der Architektur\u201c zu bef\u00f6rdern, k\u00f6nnte gelingen: Die grafischen  und strukturellen Gestaltungselemente der jungen Zeitschrift (Ausgabe 1 erschien Ende 2009) zeugen gleichzeitig von Strenge wie auch von Offenheit \u2013 vielleicht genau die Voraussetzung, derer es bedarf, die Mehrdimensionalit\u00e4t von Architekturwissen hervorzuheben und zu diskutieren, ohne sie gleichzeitig in geordnete Bahnen zu lenken. Die Beitr\u00e4ge, die als einzelne Heftchen mittels Fadenheftung miteinander verbunden ein Ganzes ergeben, sind den (maximal) 5 Rubriken Essay, Analyse, Projekt, Begegnung und Fiktion zugeordnet und erm\u00f6glichen so das Einnehmen verschiedener Blickrichtungen und Denkebenen. So wird z.B. in der Rubrik \u201eProjekt\u201c unter Hinzuf\u00fcgung verschiedener Abbildungen der Einfluss der Idee der sozialistischen Stadt auf (das Denken und Werk von) Aldo Rossi beschrieben, es gibt eine \u201eBegegnung\u201c mit dem italienischen Stadtplaner Bernardo Secchi \u00fcber den \u201eStadtplaner als Geschichtenerz\u00e4hler\u201c (in Form eines Gespr\u00e4chs und einer Beschreibung seiner Untersuchungen) und eine \u201eAnalyse\u201c \u00fcber Leon Battista Albertis architektonische Collagetechnik. Alle Beitr\u00e4ge sind sowohl auf Englisch wie auch auf Deutsch publiziert.<\/p>\n<p>Candide. Journal for Architectural Knowledge<br \/>\nNo. 2, 7\/2010<br \/>\nISBN 783-83761-5-128<br \/>\n\u20ac 17,-<\/p>\n<p>www.transcript-verlag.de<\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p>Florian Koch n\u00e4hert sich in seinem Buch Die europ\u00e4ische Stadt in Transformation (2010) der sich ver\u00e4ndernden Stadt Warschau vor und nach 1989 aus stadtplanerischer und stadtentwicklungspolitischer Sicht. Dabei liegt der Schwerpunkt, neben baulichen und sozialr\u00e4umlichen Ver\u00e4nderungen, auf der doppelten Transformation, die die postsozialistische Stadtentwicklung leisten muss: die Transformation von Raum und Politik. Die Publikation leistet zun\u00e4chst einmal eine Kl\u00e4rung vielz\u00e4hliger Begriffe der Stadtentwicklungspolitik, die Forschern unterschiedlicher Disziplinen einen verst\u00e4ndlichen Zugang erm\u00f6glichen. Die politisch-administrative Akzentuierung des Begriffs der Europ\u00e4ischen Stadt er\u00f6ffnet zudem einen gezielten Blick auf die Europ\u00e4ische Stadt als Modell f\u00fcr aktuelle Formen der Urban Governance. Die damit verbundenen Potenziale und Probleme werden an dem Beispiel Warschau herausgearbeitet, obwohl sich hier bis heute kaum Akteure, die nicht der Politik, Administration oder Wirtschaft angeh\u00f6ren, in die Stadtentwicklungspolitik einmischen.<\/p>\n<p>VS Verlag<br \/>\nISBN 978-3-531-17090-9<br \/>\n\u20ac 39,95<\/p>\n<p>www.vs-verlag.de<\/p>\n<p>______________<\/p>\n<p> Elisa Bertuzzo fragt in ihrer Untersuchung \u00fcber Bangladeshs Hauptstadt Dhaka, wie st\u00e4dtischer Raum im Alltagshandeln von Menschen produziert wird und welche Repr\u00e4sentationen von Raum sichtbar und erlebbar werden. \u00dcber ihre Studie, ver\u00f6ffentlicht unter dem Titel Fragmented Dhaka. Analysing everyday life with Henri Lefebvres Theory of Production of Space, die gewisserma\u00dfen eine Anwendung von Lefebvres Theorie darstellt, spricht sie in diesem Interview:<\/p>\n<p>http:\/\/www.freie-radios.net\/portal\/content.php?id=37425<\/p>\n<p>Franz Steiner Verlag 2009<br \/>\nISBN 978-3-515-09404-7<br \/>\nwww.steiner-verlag.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der gsg_info letter widmet sich diesmal unterschiedlichen Formen der Stadtuntersuchung. Die Publikationen zeigen verschiedene Ann\u00e4herungsweisen und eine methodische Varianz auf, die allerdings keineswegs beanspruchen, das Spektrum der M\u00f6glichkeiten von Stadtuntersuchungen ausf\u00fcllen. Das Buch Zone Heimat von Gerhard Vinken (2010) setzt sich mit der Altstadt als einer gedanklichen und baulichen Konstruktion auseinander. 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